Um die Abfuhr der durch Menschen und ihre Aktivitäten (z.B. Kochen) eingebrachten Feuchtigkeit zu gewährleisten, muss gelüftet werden. Allgemein werden mind. drei Lüftungen je Tag als Stoßlüftung (3 bis 10 Minuten, vorzugsweise in Form einer Querlüftung durch Öffnen aller Fenster) als erforderlich angesehen. Üblicherweise ist durch ausreichendes Lüften im Winter eine Bereinigung der Situation möglich.
In Sonderfällen, falls zuviel Feuchtigkeit in den Bauteilen gespeichert ist (kann durch Baufeuchte im Falle des Neubezuges oder unsachgemäße Nutzung durch den Vormieter bedingt sein), kann die Lüftungstätigkeit (auf diese kann keinesfalls verzichtet werden), durch Trocknungsmaschinen unterstützt werden. In diesen Fällen wird in kurzer Zeit sehr viel Feuchtigkeit abgeführt. Führen diese Maßnahmen langfristig nicht zum Ziel, muss die Quelle dieser Feuchtigkeit gefunden werden. Meist handelt es sich dann um versteckte Wasserrohrbrüche oder andere Mängel im Bereich des Wasser-, Abwasser- oder Entwässerungssystems.
Ein vorliegender Schimmelbefall muss umgehend entfernt werden. Leider sind Kenntnisse über die richtige Art des Entfernens von Schimmel nicht weit verbreitet. Häufig werden gravierende Fehler gemacht, auch von Professionisten.
Allgemein können zur Lösung der Schimmelpilzproblematik folgende Maßnahmen empfohlen werden:
• Begehung der Wohnungen durch einen Experten. Beratung der Bewohner bezüglich Möblierung, Vorhänge und Raumnutzung.
• Sanierung durch ausgebildete
Fachleute, in der Regel ist ein Teil der betroffenen Wohnungen danach auf Dauer
saniert.
• Manche Problemwohnungen sind nur durch Trocknungsmaßnahmen sanierbar.
• In besonderen Fällen Beheizung der Problemzonen (auch feuchtereguliert möglich).
• In besonderen Fällen Sicherung eines ausreichenden Luftwechsels durch technische Maßnahmen (Zentrallüftung, gesteuerte schallgedämmte Zulufteinrichtung).
• Wärmedämmung der Problemzonen durch Dämmung an der Innenseite.
• Erhöhung des Wärmeschutzes der Gebäudehülle.
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