Mauerwerk mit aussenliegender Isolation
Die Frostgrenze liegt außerhalb des Mauerwerks. Die Außenwände werden mit
aufgeheizt und funktionieren als Wärmespeicher, d.h. auch nach Abschalten oder
Absenkung der Heizung kühlt der Raum nicht sofort aus, da die im Mauerwerk
gespeicherte Wärme in den Raum abgestrahlt wird - wie bei einem Kachelofen. Ein
ausgeglichenes Raumklima ist also sichergestellt.
Vorteile:
- gute Wärmedämmung
- hohe Heizkostenersparnis, weil hausumschliessend
- die Wärmespeicherfähigkeit der Wand wird voll genutzt
- behagliches gesundes Wohnen durch angenehmes Raumklima
- im Sommer klimaausgleichender Wärmeschutz
- günstiger Temeraturverlauf
- keine temperaturbedingten Bauschäden
Nachteile:
- Montage an Fassade nur mit spez. Befestigungen möglich
- sonst keine
Mauerwerk mit innenliegender Isolation
Das gesamte Mauerwerk ist kalt. Die Frostgrenze liegt weit im Wandinneren.
Die Wände können nicht als Wärmespeicher dienen. Die Räume kühlen nach
Abschalten der Heizung schnell aus.
Vorteile:
- Heizkostenersparnis bei Räumen, die selten und dann nur kurzfristig beheizt werden
Nachteile:
- Aussentemperaturveränderungen werde nicht gedämmt und wirken damit voll auf die tragende Aussenwand. Die Folge: Temperaterbedingte Sapnnungen, die zu Rissen führen
- für Räume, die permanent bewohnt werden, ungeeignet
- die Wärmespeicherfähigkeit der Wand wird nicht genutzt
- ungünstiger Temperaturverlauf, in der Wand verlegte Leitungen liegen im Frostbereich
- Wärmebrücken bleiben bestehen, weil die Dämmung nicht hausumschliessend ist.


ERGÄNZUNG:
Nicht nur die Frostgrenze fällt in das Mauerwerk ab, sondern auch Wasserdampf wird sich im Mauerwerk bei bestimmten Temperaturen sammeln.
Und Feuchtigkeit kann und wird zu weiteren Folgeschäden führen z.B. Frostsprengungen, Schimmel, Salzausblühungen, Veralgung!
Mit freundlichen Grüssen in die Schweiz!
Kommentiert von: Stefan Klaus Ritter | 24. Juli 08 um 01:17 Uhr