Die Probleme mit "kleineren" Generalunternehmer nehmen bei mir fast wöchentlich zu. Es zeigt sich, dass wenn ein Architekt über einen Kaufrechtsvertrag an eine Baulandparzelle kommt, er sofort zum Generalunternehmer mutiert. Viele davon sind unfähige Kaufleute und rechnen schlicht und einfach völlig falsch, denn um ein Haus zu verkaufen muss nach aussen der Preis im Markt stimmen. Es wird dann ein Werkvertrag abgeschlossen, worin nachweislich die Bauausführung überhaupt nicht genau gerechnet ist. Ja man nimmt einfach einige Kubatur-Erfahrungswerte und fertig ist der Preis. Ueber Mehrkosten hofft man dann noch zu verdienen...
Es häufen sich dann bei Häuslebauer die Meldungen von Handwerker, dass diese ihr Geld nicht bekommen, dann geht es mit der Eintragung von Bauhandwerkerpfandrechten relativ schnell vorwärts... Man hat dann nur noch die Möglichkeit, man hat genügend Eigenmittel oder die Bank gibt noch etwas dazu... Wenn nicht, ja dann wird es problematisch.
MASSNAHME:
Sie können sich wie folgt schützen: Verlangen Sie, dass eine von Ihnen und dem Generalunternehmer anerkannte Person regelmässig die Zahlungen überprüft, dass diese Person Einblick bekommt, wer sind die Unternehmer, gibt es Subunternehmer, bekommen diese das Geld usw. Eine solche Kontrolle sollte so in 3-4 Wochenabstand stattfinden.
Macht ein Generalunternehmer nicht mit, so hat er etwas zu verbergen, dann mein Rat: Finger weg...!
Ihr
Walter A. Speidel, Experte für Bau + Immobilie
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