Die Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt kann wunderbar funktionieren, es kann einmal zudem kleinere Unstimmigkeiten geben, aber sind beide Seiten an einer guten Lösung interessiert, ist das eigentlich gar kein Problem.
Schwierig wird es dort, wo Architekt/In und Bauherr auf Positionen beharren und die emotionale Komponente übehand nimmt. Das kann soweit gehen, dass diese beiden Parteien gar nicht mehr miteinander sprechen können, ohne dass nur noch Vorwürfe hinundher gehen. Beide Seiten sind emotional stark belastet. Der Bauherr ist Kunden und zahlt, es geht um sein ganz persönliches Eigentum, Architekt/In geht es um Prestige, Fachwissen und Honorargeld...
Was ist in diesem Fall zu tun? Aus der Sicht des Mediators im Bauwesen meinte man, dass die Konflikt-Themen sich doch vernünftig lösen lassen, wäre ja logisch. Die Wirklilchkeit ist jedoch so, dass es wie bei einer gescheiterten Ehe zur Trennung kommen muss.
Nun ist es die Aufgabe vom Mediator diese Trennung so zu mediieren, dass kein Gericht dafür bemüht werden muss. Der Mediator ist dann als Klärungshelfer und Vermittler gefordert um mit diesen zerstrittenen Parteien eine einvernehmliche Lösung auszuarbeiten. Das Ziel ist, die Parteien im Rahmen einer Win-Win-Lösung soweit zu bringen, dass eine Abschlussvereinbarung zur Trennung und Abschliessung per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche, getroffen werden kann.
Der Schlüsselsatz dazu ist: Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort, dort treffen wir uns...!
Die Auflösungen von solchen Auftragsverhältnissen müssen und können durch externen Dritten und Klärungshelfer/Mediator, fair abgewickelt werden. Ist der Mediator zudem in seiner Vergangenheit als Architekt tätig gewesen, so kann er sich sehr gut in beide Parteien mit Ihren Emotionen einfühlen und diese bei der Win-Win-Lösung optimal unterstützen. Für mich ist es immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn die Parteien sich am Schluss bei der Trennung noch die Hand geben können...
Ihr
Walter A. Speidel, Experte für Bau + Immobilie, Mediator