Ein Sprichwort sagt "Wo gehobelt wird, fliegen die Späne"... Leider eskalieren einfach zu lösende Probleme auf der Baustelle immer mehr und schneller zu groben Streitigkeiten. Diese Konflikte werden dadurch verstärkt, dass immer mehr gehässige E-Mails unter den Konfliktparteien hin-und-her gehen. Ohne zu überlegen werden emotional hoch geladene Mitteilungen versendet... Ueber einen wichtigen Brief hatte man doch noch einmal geschlafen, ihn dann nochmals gelesen und meistens auch überarbeitet. Man hat sich selber gesagt, nein so schreibe ich das nicht. Mit dem E-Mail wird einfach ganz schnell der eigene Frust losgeschickt, ohne zu bedenken, dass beim Gegenüber dies wie ein Dolchstoss empfunden wird, und gleich wird dann wieder zurück geschossen...
Sie einmal die gegenseitigen Verletzung so gross, dass auch ein vernünftiges Gespärch nicht mehr möglich ist, so endet die geschäftliche Beziehung zwischen einem Bauherr und Generalunternehmer oder Architekten meistens im totalen Chaos. Die weiteren Treffen finden dann ausschliesslich im Gerichtsgebäude statt, dazu entstehen auf beiden Seiten Kosten und noch mehr Verletzlichkeiten... Das muss nicht sein...
Eine aussenstehende Persönlichkeit kann zuerst einmal versuchen, in einem mediativen Kontext mit den Parteien ein Gespräch zu führen. In der Regel ist es so, dass eine Partei jemanden dazu beauftragt, klar ist, diese Person ist dann noch Partei, aber mit etwas Geschick und Erfahrung kann sie die Gespräche so führen, dass auch die andere Konfliktpartei gesprächsbereit wird.
Ein sehr erfolgreiches Vorgehen bei dieser Art von Konfliktmanagement ist die sog. Shuttle- oder Pendelmediation. Der Mediator pendelt zwischen den Konfliktparteien abwechselnd hin-und-her, solange, bis die offenen Streit-Positionen geregelt sind.
In meiner persönlichen Tätigkeit als Mediator im Bauwesen habe ich den Vorteil, dass ich selber als ehemaliger Architekt viel Verständnis und Kentnisse zur Situation in der Sache habe. Da ich selber nicht mehr aktiv plane oder baue, bin ich völlig unbelastet und bin zudem eher ein Coach für die Parteien, als nur Mediator. Mediatives Handeln bei Baukonflikten ist immer mehr zu meiner Kernkompetenz geworden, das beweist, dass sowohl Architekten, Generalunternehmer u n d Häuslebauer, Bauherren, und sogar Banken mit ihren Anliegen an mich gelangen.
Haben Sie Fragen zur Lösung eines Baukonfliktes? Schreiben Sie mir, auf Ihre Fragen bekommen Sie eine Antwort.
Herzliche Grüsse
Walter A. Speidel