Anlässlich einer Bauabnahme von einem neuen Einfamilienhaus gab es u.a. verschiedene Beanstandungen, was mehrheitlich normal ist. Nur wenn wie zwei nachfolgende Beispiele aufzeigen, muss man sich schon Gedanken machen, wofür eigentlich eine Bauleitung vorhanden ist...
Sockelabschluss mit Keramikplatten...
Dem Bauherr wurde gesagt, dass es zu der von ihm ausgesuchten Bodenplatte auch eine passende Sockelplatte gibt. Doch ganz plötzlich war diese dann nicht mehr lieferbar aber der Boden schon verlegt... was tun...? Man einigte sich darauf, dass aus Platten die Sockel in Form von Streifen geschnitten werden, was sicher soweit gut wäre. Doch das Ergebnis war eine Katastrophe, da ist oben eine Schnittkante, dann wieder eine glasierte Plattenkante und so geht das durch das ganze Haus. Der verantwortliche Bauleiter meinte sogar, dass das so abgemacht gewesen sei... Aber in anderen Häuser würde das jeweils weiss gestrichen... nur warum bei der Abnahme das im vorliegenden Fall nicht geschehen war, war und ist eben schon äusserst bedenklich. Da wollte doch die Bauleitung für das nachträgliche Streichen der Kante noch zusätzlich diese Aufwendung verrechnen... Kennen Sie den Satz: "Der Kunde ist König..."?
Einlauf Badewanne... einfach irgendwo...?
Anlässlich der Abnahme drängte sich die Frage auf, warum ist die Einlaufarmatur genau an dieser Position angebracht. Weder in der Mitte der Badewanne noch auf die Plattenmitte oder Plattenfuge ausgerichtet. Die Antwort war, dies sei so doch ganz praktisch...! Normal ist doch schon eher wie üblich, dass die Einlaufarmatur seitlich im unteren Drittel angebracht wird. Es stellte sich heraus, dass ursprünglich die Badewanne eben um 90° anders vorgesehen war. Dann im Verlauf der Endplanung auf Kundenwunsch versetzt wurde, nur bei dieser Endplanung machte die Einlauf-Armatur diesen Schritt nicht mit... Also wieder völlige Gleichgültigkeit bei der Planung... Es grenzt schon an ein Wunder, dass überhaupt Wasser fliesst...!